Jährliche Fortbildungstagung

Kurzausschreibung:

Übergänge prägen menschliches Leben: Abschiede, Neuanfänge, Krisen und Entwicklungsschritte. Sie fordern heraus – und eröffnen zugleich neue Perspektiven.

Manche Übergänge werden bewusst gewählt, andere ereignen sich ungefragt. Sie können mit Hoffnung und Aufbruch verbunden sein, aber auch mit Verunsicherung, Verlust, Ambivalenz oder Krisenerfahrungen.

Menschen, die EFL-Beratungsstellen aufsuchen, befinden sich häufig in solchen Übergangssituationen. Sie stehen an Schwellen ihres Lebens und suchen Orientierung im Umgang mit Veränderungen. Paare fragen sich, wie ihre Beziehung nach einer Krise weitergehen kann. Familien stehen vor neuen Entwicklungsaufgaben, wenn Kinder geboren werden, ausziehen oder Angehörige pflegebedürftig werden. Einzelne Menschen erleben Übergänge durch Trennung, Krankheit, berufliche Veränderungen, Migration, Verlusterfahrungen oder den Eintritt in neue Lebensphasen.

Auch Beratende sind von Übergängen in vielfältiger Weise betroffen. Berufliche Rollen verändern sich. Teams entwickeln sich weiter. Gesellschaftliche Veränderungen beeinflussen die Anliegen der Klientinnen und Klienten ebenso wie die Rahmenbedingungen der Arbeit. Neue fachliche Herausforderungen entstehen, während vertraute Konzepte überprüft und weiterentwickelt werden.

 

Die Tagung soll Erfahrungs- und Reflexionsraum sein, um Übergänge in ihren unterschiedlichen Dimensionen zu betrachten. Wie erleben Menschen Zeiten des Wandels? Welche inneren und äußeren Prozesse begleiten Übergänge? Welche Ressourcen helfen dabei, Krisen zu bewältigen und Entwicklungsschritte zu gestalten? Wie können Abschied und Neubeginn miteinander verbunden werden? Welche Dynamiken entstehen in Paarbeziehungen und Familien, wenn vertraute Lebensmuster nicht mehr tragen? Wie verändern sich Identitäten in Zeiten des Übergangs? Welche Bedeutung haben Bindung, Resilienz, Spiritualität und soziale Netzwerke für gelingende Veränderungsprozesse? Und wie können Beratende Menschen dabei unterstützen, Übergänge nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv und lebensdienlich zu gestalten?

 

Die Fortbildungstagung eröffnet Räume, in denen Übergänge auf unterschiedlichen Ebenen betrachtet und gestaltet werden können: fachlich, methodisch, persönlich, institutionell, ethisch und spirituell.

Impulsreferate im Plenum beleuchten psychologische, systemische, gesellschaftliche und pastorale Perspektiven auf Krisen-, Veränderungs- und Entwicklungsprozesse. Workshops eröffnen Zugänge zu therapeutischen Konzepten und Beratungsansätzen, die Menschen in Übergangsphasen begleiten und stärken können. Im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen werden Erfahrungen reflektiert, Perspektiven erweitert und Handlungsmöglichkeiten für die Beratungspraxis erschlossen.

Das Tagungsteam des BV-EFL arbeitet auf Hochtouren an der Zusammenstellung der Workshops.

Hier halten wir Sie auf dem Laufenden:

Wir freuen uns über die Zusage von:

Friederike von Tiedemann, Keynote-Speakerin und Leitung Workshop IFS

 

Durchführung der Fortbildung vorbehaltlich der Förderung durch das BMFSFJ

FORTBILDUNG 2026 in Suhl

Zwischen ICH und WIR – Bezogenheit im herausfordernden 21. Jahrhundert

Termin: Mittwoch 22.04. – Samstag 25.04. 2026

Ort:      Ringberg Hotel Suhl/ Thüringen

vorbehaltlich der Förderung durch das BMBFSFJ

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Pressemitteilung…

Kurzausschreibung

Wie lässt sich das eigene ICH in einer Welt behaupten, die zunehmend unübersichtlich, digitalisiert und krisenhaft erscheint – ohne dabei das WIR aus dem Blick zu verlieren, das für eine demokratische Gesellschaft essentiell ist?

Die jährliche Fortbildung des Bundesverbandes Katholischer Ehe-, Familien- und Lebens-beraterinnen und – berater e. V. lädt 2026 dazu ein, das kirchlich getragene Beratungsangebot der EFL gesellschaftspolitisch zu denken: So leistet der psychologische Fachdienst einen unmittelbaren Beitrag zu einer resilienteren Gesellschaft insgesamt, indem er Identität, Selbstwert und Beziehungsfähigkeit von Ratsuchenden stärkt.

Zunehmend sehen sich Einzelne, Paare und Familiensysteme von der Vielfalt der analogen Welt verunsichert und überfordert. Die Flucht in die Echokammern des Digitalen wird immer attraktiver. Gemeinsame Wirklichkeitsräume werden kleiner. Umso dringlicher zeigt sich die gesellschaftliche Notwendigkeit, Unterschiedlichkeit aushalten zu können, Nähe zu gestalten und sich selbst in den Blick zu nehmen – also zu tun, was Beratung einübt.

Die Fortbildungstagung 2026 wendet sich daher der Frage zu, wie wir das ICH stärken können, ohne den Gemeinsinn zu vernachlässigen.

Neben fachlichen Impulsen laden praxisnahe Workshops dazu ein, sich mit aktuellen Themen zu beschäftigen; u.a. mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung (KI und Beratung), Identitätsbildung im Spannungsfeld zwischen ICH und DU sowie dem Umgang mit kollektiver Verunsicherung in krisenhaften Zeiten.

Die Tagung bietet Raum für Selbsterkundung, Austausch, Reflexion und Positionierung – in einer Zeit, die genau diese Qualitäten mehr denn je braucht. Eingeladen sind sowohl EFL-Berater*innen als auch interessierte Kolleg*innen aus Beratung und Psychotherapie.

10 spannende Workshops stehen zur Auswahl:
Anke Kenter – Sensible Sexualberatung
Nadine John – Selbst-Sein und Miteinander-Sein leben
Maria Wufinghoff + Wulf George Klinge – Wenn Ich und Du ein Wir werden
Christine Brähler – Selbstmitgefühl: dich lieben, wenn du dich am wenigsten magst
Beate Jaquet + Christine Ziepert – Bibliodrama und Textaufstellung: Wenn die Würde auf dem Spiel steht
Stefan Kühne – Künstliche Intelligenz und Beratung
Viktoriya Novikova-Bouikidis – Das Leben tanzen – ICH und WIR in Bewegung
Sonja Bröning – Sollen wir unsere Beziehung öffnen?
Judith Lurweg – Kinship, Wahlfamilie & Co – Beratung diversitätssensibel gestalten
Katharina Klees – Traumasensible Paartherapie in der Beratung – Einblicke in das Trauma-Haus

Preise für die Gesamttagung mit 3 Übernachtungen einschl. Vollpension, Rahmenprogramm und Saunanutzung:

Mitglieder des Bundesverbandes im Einzelzimmer 520 € (DZ 450 €)

Nichtmitglieder im Einzelzimmer 570 € (DZ 500 €).

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Zum Anmeldeformular…

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Nachlese zur Fortbildung 2025 mit dem Titel „What is love“? Paarbeziehungen im 21. Jahrhundert

Insgesamt 140 Beraterinnen und Berater haben an der Tagung teilgenommen. Die Resonanz sowohl von Seiten der Teilnehmenden als auch von Seiten der Referent*innen war überaus positiv.

So schreibt eine Referentin: „Ich fand es in Suhl hübsch, aber vor allem bei Ihnen hinreißend. Die angekündigte Fachlichkeit war schön, aber bemerkenswert waren auch Ihre Herzlichkeit und Power im Plenum- wow!“

Ein Workshopleiter: „Alles gut organisiert, und ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Die EFL ist wirklich ein sehr kompetenter und warmherziger Kreis“.

Eine Teilnehmerin meldet zurück: „Mich haben die Tage in Suhl nachhaltig beeindruckt, die von so viel Menschlichkeit und so viel fachlicher Kompetenz geprägt waren“.

Das macht Mut für den vor uns liegenden Weg, den wir nun mit neuem Schwung beschreiten werden.